Wofür geben DSAG-Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Budgets in 2013 aus? Die 10. DSAG-Investitionsumfrage verdeutlicht, dass trotz HANA & Co. immer noch am meisten Geld in klassische Bereiche wie Logistik, Rechnungswesen und SAP ERP fließt. Bei den Innovationsthemen stehen die mobilen Anwendungen in der Gunst der Entscheider an der Spitze. Cloud kommt allmählich in die Gänge.

Die generelle Investitionsbereitschaft ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) weiter gestiegen. Demnach hat sich das Wachstum der geplanten Ausgaben für die IT fast verdoppelt auf 5,9 Prozent (2012: 3,4 Prozent). Zweistellig ist das Wachstum im SAP-Bereich mit 11,2 Prozent (2012: 7,6 Prozent). Bei den Top-3-Investitionsbereichen hat sich kaum eine Veränderung gegenüber 2012 ergeben (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Für klassische Themen wird am meisten investiert.

Das Business Warehouse ist das Produkt im SAP-NetWeaver-Umfeld, in das am stärksten investiert wird. Die Motivation zur Migration auf die neueste Version besteht in neuen Funk­tio­na­litäten. Im Ranking auf Platz 1 steht das Bu­si­ness Ware­house, gefolgt vom SAP-Portal, wenn es um den Einsatz von SAP NetWeaver-Komponen­ten geht (siehe Grafik 2). Auch hier stehen die Klassiker ganz vorne.

Grafik 2: Beliebteste SAP NetWeaver-Komponenten sind ebenfalls die Klassiker. Business Warehouse und das Portal werden in DACH am meisten genutzt.

Anwender haben Innovationsthemen im Blick

Bei den Innovationsthemen stehen In­ves­titionen in mobile Anwendungen mit gro­ßem Vorsprung an oberster Stelle und sind auf einem hohen Niveau geblieben (2013: 62 Prozent; 2012: 59 Prozent). Entscheider interessieren sich sehr stark für die Mobilisierung von Geschäftsprozessen. Ausgaben für die dazugehörigen SAP-Lösungen sind aktuell jedoch noch gering. Das Thema Cloud hat verglichen mit 2012 aufgeholt und gewinnt zunehmend an Bedeu­tung (Investitionsvorhaben 2012: 5 Prozent). Für 25 Prozent der befragten DSAG-Mitglieder ist es aktuell relevant, 11 Prozent wollen sich innerhalb der kommenden zwölf Mona­te mit Cloud-Computing stärker beschäftigen. Gut ein Drittel der Umfrageteilnehmer befasst sich überhaupt nicht damit. Ein Fünftel der DSAG-Mitglieder hält In-Memory heute für ein relevantes bzw. inner­halb des kommenden Jahres wichtig werdendes Thema. Ein flächendeckender Einsatz im laufenden Jahr ist allerdings kaum zu er­war­ten. Sind doch viele Fragen hinsichtlich Ein­satz und Betrieb von HANA noch offen. 41 Prozent der befragten Anwender beschäftigen sich dagegen gar nicht mit In-Memory (siehe Grafik 3).

Grafik 3: Cloud-Computing gewinnt mehr und mehr an Bedeutung in DACH.

Hier erwartet Dr. Mar­co Lenck einen möglichen Bewusstseinswandel, da die Investitionsumfrage zu großen Teilen vor der Ankündigung der SAP Business Suite on HANA im Januar durchgeführt wurde: „Interessant wird, ob sich die Inves­titionspla­nungen im Laufe des Jahres zugunsten von HANA verschieben. In jedem Fall erwarten wir, dass sich SAP-Kunden strate­gisch mit dem Thema auseinandersetzen. Hier ist SAP gefordert, gute Beispiele zu lie­fern.“ Und auch die DSAG ist nicht untätig. 

 Laufende Aktivitäten zielen darauf ab, die Lösungen zu hinterfragen und eventuelle Einführungsprobleme zu identifizieren. Ziel ist, mit den Mitgliedsunternehmen daran gemeinsam zu arbeiten, dass sich durch ein verändertes Prozessdenken technologische Möglichkeiten breiter einset­zen lassen. 

Interessant wird, ob sich die Inves­titionspla­nungen im Laufe des Jahres zugunsten von HANA verschieben. In jedem Fall erwarten wir, dass sich SAP-Kunden strate­gisch mit dem Thema auseinandersetzen. Hier ist SAP gefordert, gute Beispiele zu lie­fern.
Dr. Marco Lenck
DSAG-Vorstandsvorsitzender

Immer noch geteilter Meinung beim Support

Bei den Support-Modellen halten sich Standard Support und Enterprise Support im­mer noch fast die Waage. Mit einem leich­ten Ausschlag in Richtung des einfacheren Support-Modells. Die Wechselbereitschaft ist nach wie vor niedrig. Zwei Prozent der Teil­neh­mer lässt seine Systeme bei Drittanbietern warten. Ähnlich niedrig liegt der Prozent­satz derer, die keine Wartung in Anspruch nehmen. Immer noch kritisch gesehen wird der Mehrwert von Enterprise Support. Rund 77 Prozent der Befragten sehen nur einen geringen bis keinen Mehrwert in diesem Support-Modell (siehe Grafik 4). Das Thema bleibt weiterhin in der Diskussion.

 

Grafik 4: Die Mehrwert-Diskussion beim Enterprise Support dauert auch in 2013 weiter an. Das Thema wird im Arbeitskreis CCC/Service & Support gemeinsam mit SAP aufgegriffen und bearbeitet

Insgesamt nahmen 367 CIOs, CCC-Leiter und Unternehmensvertreter aus DSAG-Mitglieds­firmen im deutschsprachigen Raum an der Online-Umfrage im Dezember/Januar teil. Mög­lich war nur eine Antwort pro Mit­glieds­­unternehmen abzugeben. 

Bildnachweis: DSAG


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