Inwieweit wirken sich SAP-Innovationen wie Cloud, HANA und Co. bereits auf die Unternehmensrealität aus? Welche Standpunkte vertritt die DSAG in diesem Zusammenhang? Welche weiteren Aktivitäten und Herausforderungen stehen derzeit im Fokus von SAP-Anwendern? Die Keynote des DSAG-Vorstands wird Antworten auf diese Fragen liefern.

Was bewegt Entscheider in Unternehmen dazu, bestehende Abläufe, bewährte Vor­gehensweisen oder althergebrachte, funk­tionierende Modelle durch die Nutzung innovativer Technologien zu ändern? Die Antwort lautet: Nur wenn sich Geschäftspro­zesse damit neu oder besser abbilden lassen und es zu messbar verbesserten Geschäfts­ergebnissen führt. Außerdem wird in neue Soft- und Hardware oder neue Prozesse investiert, wenn Veränderungen in einer Bran­che den Wandel erfordern. Die Motivation für Prozesse im Wandel, also für unser Jahreskongressmotto 2013, ist damit immer der Bedarf der Unternehmen.

Ausgewählte Innovationen im Faktencheck

Ob DSAG-Mitglieder Innovationen wie HANA, Cloud oder Mobile bereits einsetzen oder darin einen Vorteil sehen, haben wir im Sommer in einer Blitzumfrage abgefragt. Die Ergebnisse helfen uns, Aussagen zum zweiten Teil unseres Kongressmottos „Fiktion oder Fakt“ zu treffen. Zusätzlich werden wir beleuchten, ob und wie die Business Suite on HANA, die Cloud im Sinne von Software-as-a-Service und mobile Anwendungen Prozesse verändern (können) und die Angebote einem Faktencheck unterziehen. Dazu gehört zu prüfen, welche Forderungen der DSAG-Mitglieder damit erfüllt wurden und welche Weiterentwicklungen noch nötig sind.

Business Suite on HANA

Welchen Nutzen versprechen sich Unternehmen von einer Business Suite on HANA? Hier gibt es verschiedene Aspekte:

    •    Systemarchitektur vereinfachen: aus­gelagerte Prozesse können ins ERP-­System zurückgeführt werden
    •    langsame Prozesse beschleunigen bzw. überhaupt (wieder) ablauffähig machen
    •    Planungs- und Simulationsprozesse mit operativen Daten zusammenführen

Die Voraussetzung für diese Vorteile ist ein zentrales ERP-System als stabiler Kern der Unternehmenslandschaft. Macht es doch nur Sinn, sich mit In-Memory zu beschäftigen, wenn die Prozesse auf einem System laufen. Ansonsten geht die neu gewonnene Ge­­schwin­­digkeit durch Schnittstellen verloren. Wei­terhin bedarf es einer leistungsfähigen und betriebssicheren Datenbankplattform, die sich einfach betreiben lässt. Early Adopter werden über ihre Praxiserfahrungen in Nürnberg ausführlich berichten.

Software-as-a-Service (Cloud)

Cloud sehen wir ebenso wie viele Entscheider als einen prinzipiell positiven Ansatz. Die Chance besteht darin, Innovationen schneller und einfacher umzusetzen. Damit können Unternehmen auf standardisierte und fertige Prozesse zurückgreifen, ohne sie individuell zu entwickeln. Weiteres Plus: Die Komplexität der IT-Architektur im Unter­nehmen lässt sich reduzieren oder vermeiden. Es müssen keine zusätzlichen Systeme aufgebaut werden, die Lösung muss nicht installiert oder betrieben werden. Alles wird schlanker. Soweit die Theorie. Fakt ist, dass es noch offene Fragen gibt. Welche SAP-Lösungen stehen zur Verfügung? Decken diese den Bedarf in der Praxis auch wirklich? Wie werden sie in die Gesamtarchitektur (On-Premise) integriert? Cloud-Lösungen können schließlich nur in seltenen Fällen los­gelöst betrachtet werden. Auch die aktuelle Diskussion rund um das Überwachungspro­gramm PRISM lassen Rufe nach der Vertrauenswürdigkeit von Anbietern laut werden. Wie sicher sind die Daten in der Cloud, wenn wir an Wirtschaftsspionage oder die Weitergabe von Informationen an Wettbewerber durch staatliche Stellen denken? Hierzu gibt es noch erheblichen Klärungsbedarf.

Ausgewählte Erfolge der DSAG-Mitglieder

  • Adoption Roadmap
  • SEPA-Hilfestellungen der gleichnamigen Themengruppe
  • Handlungsempfehlung Mobile
  • Cloud Appliance Library, um neue Lösungen ohne großen Aufwand zu testen
  • Verringerung der Update-Frequenz bei Business ByDesign
  • Handlungsempfehlung Lizenzen
  • Flexibilisierung von Lizenzen (Cloud)
  •  …

Mobile Anwendungen

Einen dritten Schwerpunkt widmen wir den mobilen Anwendungen. Sie sind gefrag­t­er denn je. Der Bedarf bei vielen, speziell aber der Generation Y, ist, immer informiert zu sein. Egal wann und wo! Dazu müssen die Geräte und Anwendungen einfach zu bedienen und Informationen leicht abzurufen sein. Die Fiktion klingt hier vielversprechend. Was ist aber der Aufwand, um das Ganze zu implementieren und zu betreiben? Es zeigt sich heute, dass für die unterschiedlichen Anforderungen verschiedene Lösungen eingesetzt werden. Ein ganzer Zoo von Tools entsteht, der nur schwer zu administrieren ist. Das heißt: Entscheider brauchen eine klare Vorgabe, für welche Anwendungsfälle welche Lösung eingesetzt werden soll und kann. Da­rüber muss ebenfalls die Frage nach Sicher­heit und die Verbindung zum internen SAP-System geklärt sein. Unternehmen benötigen diesbezüglich eine umfassende Go­ver­nance-Strategie, mit der die mobilen Aktivitäten sowie die Endgeräte gesteuert werden.

Wandel begleiten

Die genannten Themen greifen wir auf dem Jahreskongress 2013 in Nürnberg auf. Anwender können sich anhand von realen Erfahrungsberichten und umfassenden Informationen ein Gesamtbild zusammensetzen: Welchen Nutzen bringen die neuen Tech­nologien für mein Unternehmen? Was muss ich tun, um einen Mehrwert aus den neuen Themen zu ziehen? Was können wir von Early Adoptern lernen? Welche Unterstützung gibt es von SAP, damit Unternehmen eigene Lösungen aufbauen können? Nach den drei Tagen soll eines besonders im Vordergrund stehen: mehr Klarheit.

Unser Ziel als Anwenderorganisation ist es, den Wandel der Prozesse in den Unternehmen zu begleiten und Entscheidungshilfen zu geben. Leider gibt es nicht DIE Strategie, um eine Fiktion in Fakten zu transformieren. Aber es führen Wege dahin. Diese bestehen derzeit aus Informationen und einem regen Gedankenaustausch. In diesem Zusammen­hang agieren wir ganz stark in unserer Rolle als Sprachrohr und Übersetzer, um die durch den Wandel entstehenden Probleme oder An­forderungen der SAP-Kunden mit HANA und Co. zu bündeln und rechtzeitig und nachdrücklich bei unserem Partner SAP zu artikulieren. Denn da­f­ür sind wir da. Für unsere Mitglieder und damit zum Nutzen der SAP und ihrer Kunden. Wir für uns!

DSAG-Jahreskongress

Dr. Marco Lenck und Vertreter des DSAG-Vorstands Prozesse im Wandel – Fiktion oder Fakt?
17.09.2013, 9:30 Uhr



Bildnachweis: DSAG


0 Kommentar(e)
0
(0) Bewerten Sie diesen Artikel

3-13

Aktuelles

Das könnte Sie auch interessieren

Mitgliedermagazin
blaupause

Als DSAG-Mitglied erhalten Sie automatisch Zugang zum DSAG-Mitgliedermagazin blaupause. Ob in gedruckter Form und/oder als Online-Ausgabe. Legen Sie es ganz einfach selbst in Ihrem Mitgliederprofil im DSAGNet fest.

Zum Mitgliedermagazin