Was haben die Anti-Atomkraft-Bewegung und der Christopher-Street-Day gemeinsam? Sie wollen etwas verändern. Doch diese Bewegungen gäbe es nicht, wenn sie niemand ins Leben gerufen hätte. Mahatma Gandhi hat es einmal so formuliert: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Missstände nur zu kommentieren und zu kritisieren, reicht nicht aus. Doch oft erstickt die Befürchtung, nicht genug bewirken zu können, Initiativen bereits im Keim. Diese Gefahr laufen auch wir in der DSAG immer wieder. Wir fragen uns z. B. oft, ob unser ökologisches und soziales Engagement wirklich etwas verändert. Unsere Antwort auf diese Frage lautet ganz eindeutig: Es kommt auf die Perspektive an.

Dr. Mario Günter, DSAG-Geschäftsführer

Retten wir das Klima, wenn wir für jeden gereisten Kilometer an ein gemeinnütziges Projekt spenden? Nein, aber wir setzen ein Zeichen. Werden wir mit der Initiative „Women@DSAG“ das Rollenverständnis von Frauen in der IT grundlegend verändern? Vielleicht nicht – aber wir machen die Frauen in der DSAG sichtbar, vernetzen sie und fördern sie. Ein erster wichtiger Schritt.

Macht es Sinn, dass wir 50 Studierenden Freitickets für den DSAG-Jahreskongress zur Verfügung stellen? In Relation zu den zigtausend Studierenden in Deutschland kann die Antwort nur „Nein“ lauten. Doch diese 50, die am Kongress teilgenommen haben, konnten ihr Netzwerk erweitern und einen Einblick in ihr späteres Berufsfeld gewinnen. Für sie hat unser Angebot einen Unterschied gemacht – auch, wenn dieser Unterschied nicht skalierbar ist.

Genauso machen wir mit unserer Initiative DSAG-Academy zunächst vielleicht nur einen kleinen Schritt. Über sie vernetzen wir Bildungsinstitutionen, Unternehmen und Studierende. Dadurch unterstützen wir DSAG-Mitgliedsunternehmen beim Recruiting und Ausbildungsprozess. Gleichzeitig erweitern wir mit der Academy auch unser Angebot über die klassischen SAP-­Themen hinaus. Dabei ist es letztendlich ganz egal, ob wir fünf oder 5.000 Studierende vermitteln: Wir greifen die Belange der Gesellschaft auf und leisten unseren Beitrag.

Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat es vor mehr als zwanzig Jahren so formuliert: „Ein Ruck muss durch Deutschland gehen.“ Wenngleich die Situation im Land und der Kontext damals andere waren, ist der Aufruf heute relevanter denn je: Wir müssen jetzt im Kleinen die Veränderungen herbeiführen, die wir uns im Großen wünschen.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Bildnachweis: DSAG

Missstände nur zu kommentieren und zu kritisieren, reicht nicht aus."
Dr. Mario Günter,
DSAG-Geschäftsführer

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